Pflegemodell nach Liliane Juchli

Februar 2012
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Mittwoch, 01. Februar 2012
14:00 externer Qualitätszirkel
externer Qualitätszirkel (Magdeburg)
Donnerstag, 16. Februar 2012
10:00 Vorstandssitzung
(Magdeburg)
Mittwoch, 22. Februar 2012
13:00 Fortbildung
Expertenstandard Dekubitusprophylaxe und Pneumonieprophylaxe (Spergau)
14:00 externer Qualitätszirkel
externer Qualitätszirkel (Halle)

24.01.2012  

Newsletter Pflegenoten Januar 2012

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Kat: Informationen, Nachrichten LV-HKP
14.12.2011  

MZ-Serie «Ein Pflege-Fall» MDK-Prüfung im "Seniorenhaus am Persebach" in Bad Dürrenberg.

MZ-Serie «Ein Pflege-Fall»...


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Auszug aus dem Modell der Aktivitäten des täglichen Lebens (ATL) von PflegeWiki.de

Die Aktivitäten des täglichen Lebens (ATL) nach Liliane Juchli stellen ein konzeptionelles Modell der Pflege dar.

Das Konzept

Die 12 ATL nach Juchli lauten:

  1. wach sein und schlafen
  2. sich bewegen
  3. sich waschen und kleiden
  4. Essen und Trinken
  5. Ausscheiden
  6. Körpertemperatur regulieren
  7. atmen
  8. für Sicherheit sorgen
  9. Raum und Zeit gestalten, arbeiten und spielen (auch: sich beschäftigen)
  10. kommunizieren
  11. Kind, Frau, Mann sein
  12. Sinn finden im Werden, Sein, Vergehen (auch: Lebenssinn, Sinnkrise, sterben)

Auswirkung der Konzepte im Pflegealltag

Die ATL stellen Oberbegriffe für viele Aktivitäten dar, die wir (fast) alle tun oder erleben, um den Alltag selbständig zu bewältigen.
Mit Hilfe der ATLs kann man überprüfen, in welchen Bereichen individueller Pflegebedarf eines Patienten besteht. Die ATLs erleichtern die Systematisierung und Ganzheitlichkeit beim Erstellen der Pflegeplanung - der Informationssammlung.
Die ATLs sollen in Form von Fähigkeiten, Ressourcen und Defiziten beim jeweiligen Bewohner ausformuliert werden. Der Grenzbereich sollte möglichst eng sein, weil damit unnötige Übernahme von vorhandenen Fähigkeiten vermieden wird.

Pflegeplanung
Bei der Erstellung von Pflegeplanungen gehen die Pflegenden entsprechend der von ihnen bevorzugten bzw. ihrer Einrichtung festgelegten Pflegetheorie aus. Danach richtet sich ihr Vorgehen bei der Informationssammlung und -bewertung. Pflegeziele bei einer Person könnten sich demnach unterscheiden, von welcher Pflegetheorie, welchem Modell her die Planung erstellt wird.

Pflegebedarfs-Analyse
Es gibt kurze Checklisten ohne Anspruch auf präzise Gewichtung des Bedarfs. Dabei wird gefragt, ob die ATL vollkommen selbständig, teilweise, unter Anleitung oder nur durch volle Übernahme durch externe HelferInnen ausgeübt werden kann. Vorgänger solcher Checklisten war Katz mit seiner unten genannten Liste der Instrumentellen ADL (IADL, engl: instrumental activitys of daily living). Irgendwo zwischen den Fähigkeiten und anderen Ressourcen einer Person und ihren akzeptierten Wünschen, diese Fähigkeiten durch Pflegepersonal ersetzen zu lassen, liegt der Pflegebedarf. Diese vorsichtige Formulierung weist auf den subjektiven Aspekt des Begriffs Pflegebedarf hin, der durch pflegende und gepflegte Personen unterschiedlich gesehen werden kann. Durch Beschreibung von Fähigkeiten und subjektiven Problemen kann der Pflegebedarf dieser Person näher eingegrenzt werden. Dies wird bei den Checklisten, die im Ankreuz-Verfahren nach dem Grad der Selbständigkeit fragen, meistens übergangen. Es wird eine fehlende Fähigkeit angekreuzt. Das Ergebnis ist dann entsprechend ungenau. Bei der Pflegebedarfsanalyse und daraus abgeleiteten Arbeitseinteilungen für eine ganze Station/Wohnbereich ist jenes Resultat kaum verwendbar. Also erstellen die Pfl. dann weitere Listen oder Stundenpläne. Und das manchmal täglich neu. Die Pflegebedarfsanalyse im Ankreuzverfahren (mit Kurzkommentaren) kann nur ein erster Anhaltspunkt bei der Aufnahme sein. Für den täglichen Einsatz ist nur die umfassende Pflegeplanung geeignet.

Weltanschauliche Ausrichtung
Die weltanschauliche Ausrichtung einer Pflegeorganisation oder einzelnen Pflegenden wird ebenfalls Auswirkungen bei der Gewichtung verschiedener ATL nach sich ziehen.

Aspekte einzelner ATL

Die ATL erfordern zunächst eine Informationssammlung. Dabei kann für einzelne ATL die Erhebung von objektiven Zahlenwerten zunächst ausreichen. Wenn dabei keine Normabweichung vorliegt, wird in diesem Bereich keine Pflegemaßnahme erforderlich.
Bei stärker wertenden ATL (z. B. Soziales, Lebenssinn) wird zunächst die Frage an die Patientin/Kundin genügen, ob es in diesem Bereich aus ihrer Sicht Probleme gibt, die mit der Behandlung zusammenhängen. Wenn ja, sollte eine genauere Erhebung / Beschreibung stattfinden.
Auch das Nichtvorliegen weiteren Klärungsbedarfs sollte in der Informationssammlung dokumentiert werden, um zu zeigen, dass dies überprüft wurde.
Bei der Ausformulierung der ATL`s ist es unbedingt erforderlich, den Menschen im Gesamten zu betrachten. Hierfür ist die Biographie des jeweiligen Menschen von zentraler Bedeutung. "Nur wer die Vergangenheit eines Menschen kennt, kann seine Zukunft mitgestalten."

von PflegeWiki.de


Liliane Juchli

Schwester Liliane Juchli (* 1933 in Nussbaumen im schweizerischen Kanton Aargau) ist Krankenschwester und Ordensschwester im Mutterhaus der Barmherzigen Schwestern vom Heiligen Kreuz in der Schweiz. Ihr Name ist lange Zeit zum Synonym für das Pflegemodell der Aktivitäten des täglichen Lebens sowie für das von ihr begründete Pflege-Lehrbuch in einem deutschen Verlag geworden.
von PflegeWiki.de

 


Landesverband Hauskrankenpflege Sachsen-Anhalt e.V.
LVHKP – mitgliederstärkster Landesverband für private Pflegeeinrichtungen in Sachsen-Anhalt

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